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Inspirationen
Begegnungen mit realen Personen auf dem Land gaben den aus den Pyrenäen stammenden Brüdern Arnaud und Jean-Marie Larrieu einen Anstoß zu der Geschichte ihres Films „Malen oder Lieben“. Sie lernten Leute kennen, die sich gerade ein Haus in den Bergen gekauft hatten und Freundschaft mit dem Bürgermeister und seiner Frau schlossen.
Was sie daran verblüffte, war, dass die beiden Paare unterschiedlichen Generationen angehörten, einander aber unglaublich aufgeschlossen begegneten. Statt sich abzuschotten, begegnete das Paar aus der Stadt allem auf dem Land mit großer Offenheit. Von dieser Offenheit wollten sie in „Malen oder Lieben“ erzählen. Mit ihrer Schilderung einer ungewöhnlichen Ménage à Quatre im Vercors wollten die Brüder Larrieu keine klassische Ehebruchsgeschichte mit den dazu gehörenden Schuldgefühlen, Dramen und Schuldzuweisungen ausbreiten. Sie wollten vielmehr darüber hinausgehen und von den verwirrenden Wechselbeziehungen erzählen, die zwischen zwei Paaren entstehen können, ohne dass damit so etwas wie Untreue gegenüber dem Partner gemeint ist.
Der Film stellt die Frage nach der Macht der Begierde. Die Lust ist, so die These, immer in irgendeiner Weise am Werk, sie wird nur häufig unterdrückt oder nicht wahrgenommen. Auch die Blindheit des Bürgermeisters Adam verdankt sich einem persönlichen Erlebnis der Regisseure. Auf Korsika begegneten sie dem Leiter des dortigen Filmfests, einem sehr charismatischen Blinden. Sie fühlten sich im Gespräch mit ihm auf eine seltsame Art völlig durchschaut und nahmen sich vor, ihrer Faszination für ihn in ihrem nächsten Film Ausdruck zu verleihen.
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