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Kino: Malen oder Lieben

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Die Darsteller

In „Malen oder Lieben“ arbeiteten Arnaud und Jean-Marie Larrieu erstmals mit Darstellern, die sie vor Beginn der Dreharbeiten nicht persönlich kannten. Jean-Marie hatte Sabine Azéma in einer Fernsehsendung gesehen, in der sie berichtete, sie würde gern einmal eine Figur spielen, die einen Tabubruch begeht, ohne damit ein Verbrechen zu begehen oder Schuld auf sich zu laden. Damit hatte sie sich quasi ohne es zu wissen für die Rolle der Madeleine beworben.

Die Paarung Azéma-Auteuil erschien den Regisseuren reizvoll, weil die beiden noch nie zusammen vor der Kamera gestanden hatten. Zwar verbindet wegen der großen Bekanntheit der beiden Stars jeder Zuschauer ihre Gesichter bereits mit bestimmten Rollen, ihre Gesichter sind nicht mehr unverbraucht, doch in der Kombination ergibt sich etwas Neues, Reizvolles.

Für Azéma und Auteuil sprach auch, dass sie Vertreter eines populären Kinos sind, in dem sie häufig ganz gewöhnliche Leute spielen. Dieses Durchschnittliche sollte auch das Ehepaar in „Malen oder Lieben“ anhaften; Madeleine und William sind in keiner Weise ungewöhnlich, sondern absolute Durchschnittsmenschen, die auf dem Land plötzlich für sie ganz neue, ungewohnte Erfahrungen machen.

„Unsere Figuren haben überhaupt nichts Besonderes erlebt“, erklärt Jean-Marie Larrieu. „Sie sind ein wenig jünger als die Vertreter der 68er-Generation, deren Treiben sie gar nicht aus der Nähe erlebt haben. Es handelt sich hier um provinzielle Kleinbürger, denen recht spät im Leben etwas völlig Neues widerfährt, das in ihnen eine Art jugendlicher Erregung auslöst. Es war außerordentlich spannend, ausgerechnet zwei so reife Darsteller in die Jugend zurückzuschicken.“

Ziel war es auch, Daniel Auteuil einmal nicht in der Rolle des jugendlich wirkenden Verführers zu zeigen, in der man ihn so häufig sieht. Auteuil kannte den letzten Film der Brüder, „Un homme, un vrai“, und war sehr angetan von ihrem neuen Drehbuch. Dennoch war es ihm wichtig, sich vor Annahme der Rolle zu vergewissern, dass „Malen oder Lieben“ kein soziologisch angelegter Film über einen Frührentner werden sollte.

Sergi Lopez wurde ausgewählt wegen seiner einfachen, sympathischen Art. Die Brüder wollten auf jeden Fall vermeiden, dass der charismatischen Figur des blinden Bürgermeisters etwas ausgeprägt Intellektuelles anhaftete. Amira Casar überzeugte durch ihre starke physische Präsenz und ihr überschwängliches Temperament.

Diese Figur, die nicht viel Text hat, sollte verführerische Qualitäten besitzen und von selbst auf sich aufmerksam machen können. Erst bei Sichtung der Probeaufnahmen stellten die Regisseure fest, dass Casar Ähnlichkeit mit Gaugins Eva-Porträts hat, die der Maler in der Südsee gemalt hat.

„Unsere Figuren haben überhaupt nichts Besonderes erlebt“, erklärt Jean-Marie Larrieu. „Sie sind ein wenig jünger als die Vertreter der 68er-Generation, deren Treiben sie gar nicht aus der Nähe erlebt haben. Es handelt sich hier um provinzielle Kleinbürger, denen recht spät im Leben etwas völlig Neues widerfährt, das in ihnen eine Art jugendlicher Erregung auslöst.

Es war außerordentlich spannend, ausgerechnet zwei so reife Darsteller in die Jugend zurückzuschicken.“ Ziel war es auch, Daniel Auteuil einmal nicht in der Rolle des jugendlich wirkenden Verführers zu zeigen, in der man ihn so häufig sieht. Auteuil kannte den letzten Film der Brüder, „Un homme, un vrai“, und war sehr angetan von ihrem neuen Drehbuch.

Dennoch war es ihm wichtig, sich vor Annahme der Rolle zu vergewissern, dass „Malen oder Lieben“ kein soziologisch angelegter Film über einen Frührentner werden sollte. Sergi Lopez wurde ausgewählt wegen seiner einfachen, sympathischen Art. Die Brüder wollten auf jeden Fall vermeiden, dass der charismatischen Figur des blinden Bürgermeisters etwas ausgeprägt Intellektuelles anhaftete. Amira Casar überzeugte durch ihre starke physische Präsenz und ihr überschwängliches Temperament.



Fazit

Mit MALEN ODER LIEBEN gelang Jean-Marie und Arnaud Larrieu ein poetischer, stimmungsvoller Film, der sein Grundthema – den Zustand des Übergangs, der sowohl Abschied als auch Neuanfang verheißt – in einer ausgefeilten Lichtdramaturgie ständig präsent hält.

In der atemberaubend schönen Landschaft am Fuße der französischen Alpen spiegelt sich der seelische Indian Summer der Protagonisten. Das hervorragende Ensemble vereint mit Sabine Azéma und Daniel Auteuil zwei Stars des populären französischen Kinos, die zuvor noch nie gemeinsam vor der Kamera gestanden haben.

Mit dem ehemaligen Gaultier-Model Amira Casar, die bereits in Sylvia an der Seite von Gwyneth Paltrow und Daniel Craig spielte, und dem seit Harry meint es gut mit dir zur Kultfigur gewordenem Sergi Lopez, haben die Regisseure die ideale, leicht geheimnisvolle Ergänzung zum Hauptcast gefunden.

Mit dem Start von MALEN ODER LIEBEN im August 2005 in Frankreich konnten die Brüder Larrieu ihren bisher größten Erfolg feiern.



 


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