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Seite 1 von 3 Nach einigen erfolgreichen Kurzfilmen und Dokumentationen legten Jean-Marie und Arnaud Larrieu 2003 mit Un homme, un vrai ihren ersten Langfilm vor.
In dieser Liebeskomödie nahmen die beiden Brüder den Zuschauer mit auf eine zehnjährige Reise durch eine Liebesbeziehung und führten ihn dabei an so unterschiedliche Orte wie Paris, Ibiza und die Pyrenäen.
Landschaften, Stimmungen und der Schwebezustand zwischenmenschlicher Beziehungen – das sind zentrale Themen im künstlerischen Schaffen des Bruderpaares.
In ihrem neuesten Film, MALEN ODER LIEBEN, der im Wettbewerb von Cannes 2005 lief, erzählen sie von einem verheirateten Paar im besten Alter, das zu einer ganz besonderen Reise auf eine ländliche Walnussfarm aufbricht: Ein Film über die Wiederentdeckung von Neugier und Leichtigkeit - mit ganz überraschenden Folgen.
William und Madeleine sind seit mehr als 30 Jahren glücklich verheiratet und führen ein bürgerliches Leben. Als die Tochter erwachsen wird und ins Ausland geht, begreifen die beiden erst wirklich, dass für sie nun ein neues Lebensalter beginnt.
William ist zunächst unsicher und weiß mit seiner neuen Freiheit wenig anzufangen. Dann entdeckt Madeleine auf dem Land, wo sie sich als passionierte Hobbymalerin betätigt, ein altes Bauernhaus. Es steht zum Verkauf und die beiden Eheleute beschließen spontan noch einmal ganz neu anzufangen: Sie kaufen das Haus und ziehen um.
Schon allein diese Entscheidung wirkt wie berauschend auf sie. Überglücklich richten sie sich ein und entdecken nicht nur die Natur, sondern auch sich selbst und ihr Liebesleben neu. Angesichts der wieder gewonnenen Daseinsfreude verblassen die Erinnerungen an ihr altes Leben und seine Maßstäbe recht schnell. Die beiden Städter begegnen ihren Nachbarn aus dem Dorf mit großer Offenheit und saugen alle Eindrücke voller Begierde auf.
Auch auf eine neue Freundschaft mit Adam, den blinden Bürgermeister einer Nachbargemeinde und seiner Frau lassen die beiden sich ein und erkunden fasziniert eine für sie sehr andere Lebensweise. Als eines Nachts das Haus der Freunde bei einem Unglück von einem Feuer vernichtet wird und William und Madeleine die beiden bei sich aufnehmen, gewinnt die Freundschaft noch mehr Tiefe. Dann zeichnet sich hinter der Bereitschaft der Paare, nicht nur Zeit miteinander zu verbringen, sondern sich auch zu helfen und für einander da zu sein, eines Abends wie selbstverständlich die Möglichkeit einer sinnlichen Erfahrung ab.
Dank ihrer neu gewonnenen Offenheit lassen William und Madeleine sich ganz ohne Vorurteile und wie selbstverständlich auf ein erotisches Abenteuer mit neuem Partner ein, das sie unbeschwert und ohne sich gegenseitig zu verletzen, genießen können.
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